In Sachen Rückruf klebt Mercedes-Benz zum Jahresbeginn irgendwie das Pech wie ein Kaugummi am Schuh. Nachdem für GLE und M-Klasse im Januar schon für über eine Million Exmplare ein Rückruf ausgelöst worden war, hat der GLE schon wieder einen Eintrag in der Rückrufdatenbank erhalten - diesmal droht ein möglicher Mangel einen Brand auszulösen. Zusammen mit dem GLS sind von der Baureihe BR 167 weltweit 171.463 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen - davon sind 11.601 in Deutschland zugelassen.
Der aktuelle Rückruf für die Mercedes-Benz SUV GLE und GLS (KBA-Referenznummer: 012644; Hersteller-Code der Rückrufaktion: 8392005, 8391109) betrifft die Baujahre 2018 bis 2021. Bei weltweit 171.463 betroffenen Fahrzeugen kann es infolge fehlerhaft verlegter Kondenswasser-Ablaufschläuche der Klimaanlage zu einem Feuchtigkeitseintritt in den Innenraum kommen. Insofern das fehlgeleitete Nass mit elektrischen Installationen in Kontakt kommt, kann es zu Kurzschlüssen und Kriechströmen kommen. In diesem Fall besteht laut Kraftfahrtbundesamt erhöhte Brandgefahr kommen. Gegebenenfalls lassen sich die Mercedes SUV nicht entriegeln. Ferner besteht die Möglichkeit, dass der Motor-Notlauf aktiviert wird und der automatische eCall-Notruf nickt funktioniert.
In der Mercedes-Benz-Werkstatt werden die Kondenswasser-Ablaufschläuche der Klimaanlage überprüft und - falls erforderlich - korrekt montiert.
Die gute Nachricht in dieser Sache ist: Bis jetzt sind im Zusammenhang mit diesem möglichen Mangel keine Vorfälle mit Sach- und/oder Personenschäden: bekannt geworden.
Mercedes GLE: Schon wieder Kummer mit einem Wasserablauf
Anfang 2023 wurden erst weltweit 1.058.481 Exemplare von GLE und M-Klasse der Baujahre 2011 - 2019 zur Überprüfung in die Werkstatt beordert (KBA-Referenznummer: 012420; Hersteller-Code der Rückrufaktion: 6490011, 6490012). Bei den betroffenen Mercedes-SUV kann sich Wasser in der Ersatzradmulde ansammeln und das Steuergerät der Kraftstoffpumpe beschädigen. In der Folge besteht die Gefahr, dass der Motor während der Fahrt ausgeht, was wiederum ein erhöhtes Unfallrisiko bedeutet. Bei dieser Rückrufaktion wird die Ersatzradmulde geprüft und gegebenenfalls eine Wasserablauftülle nachgerüstet und unter Umständen das Steuergerät der Kraftstoffpumpe erneuert.
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