Mercedes-Chef Källenius wird sich am S-Klasse Facelift messen lassen müssen

S wie Schicksal

Mercedes-Chef Källenius wird sich am S-Klasse Facelift messen lassen müssen: S wie Schicksal
Erstellt am 30. Januar 2026

Das am 29. Januar 2026 vorgestellte Facelift der Mercedes-Benz S-Klasse ist weit mehr als eine gewöhnliche Modellpflege – es ist eine zentrale Bewährungsprobe für CEO Ola Källenius. In einer Phase strategischer Neujustierung, in der Mercedes seine ursprünglich strikt verfolgte „Electric Only“-Strategie zugunsten eines flexibleren Antriebsansatzes relativiert hat, kommt dem aktualisierten Flaggschiff eine Schlüsselrolle zu. Das Modell muss nun beweisen, dass die von Källenius propagierte Luxus- und Margenstrategie auch jenseits reiner Elektromobilität funktioniert und die wirtschaftlichen Erwartungen erfüllt.

Die Bedeutung des Facelifts zeigt sich bereits im Umfang der technischen Eingriffe: Mit mehr als 2.700 neu entwickelten oder überarbeiteten Komponenten – rund 50 Prozent des Fahrzeugs – nähert sich die Überarbeitung einer neuen Generation an. Diese Tiefe ist kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer strategischen Korrektur. Nachdem der vollelektrische EQS die hochgesteckten Absatzerwartungen nicht erfüllen konnte, muss die S-Klasse (W223 MoPf) nun erneut als technologisches Aushängeschild der Marke dienen. Mit dem neuen MB.OS-Betriebssystem und der technischen Vorbereitung auf autonomes Fahren nach Level 4 soll sie den Führungsanspruch im Luxussegment untermauern – und zugleich Vertrauen in die technologische Ausrichtung des Konzerns zurückgewinnen.

Hinzu kommt erheblicher wirtschaftlicher Druck. Mit einem Einstiegspreis von rund 121.356 Euro muss die S-Klasse ihren Anspruch als „bestes Auto der Welt“ gegenüber Wettbewerbern wie BMW und Audi glaubhaft verteidigen, um die ambitionierten Renditeziele von Mercedes zu stützen. Dass Källenius das Modell persönlich mit einer groß angelegten PR-Kampagne unter dem Motto „Inside the Icon“ inszeniert hat, verschärft die Reputationsfrage zusätzlich: Der Markterfolg dieses Fahrzeugs ist eng mit seiner Person verknüpft. Gelingt es der neuen S-Klasse, technologische Führerschaft, Luxusanspruch und Profitabilität zu vereinen, stärkt das die Position des CEOs erheblich. Bleibt die Resonanz hinter den Erwartungen zurück, würde sich das Facelift als kritischer Belastungstest für Källenius’ strategischen Kurs erweisen.

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