Auf der Auto China 2026 in Peking unterstrich Ola Källenius einmal mehr die existenzielle Bedeutung des chinesischen Marktes für Mercedes-Benz durch eine ungewöhnliche Identitätsbekundung, die aufhorchen lässt: Ola Källenius, der gebürtige Schwede und Bekenntnisschwabe mit Arbeitsplatz in Stuttgart und deutscher Staatsangehörigkeit will (auch) ein Chinese sein. Klingt irgendwie seltsam? Stimmt. Hat der Mercedes-Chef auf der Autochina laut eines Berichts in der WirtschaftsWoche über sich aber so gesagt.
In einer Zeit eines immer härteren Wettbewerbs auf dem weltweit größten Automobilmarkt hat Mercedes-Benz-Chef Ola Källenius ein deutliches Zeichen der Verbundenheit gesetzt. Während seines Auftritts auf der Fachmesse „Auto China“ in Peking sorgte er mit der Aussage „Ich bin Chinese“ für Aufsehen. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, nutzte der Mercedes-CEO diese pointierte Formulierung, um die tiefe Integration seines Unternehmens in die Volksrepublik zu verdeutlichen. Källenius betonte damit, dass Mercedes-Benz in China längst nicht mehr nur als ausländischer Importeur agiert, sondern als fester Bestandteil der lokalen Wirtschaft und Innovationskraft.
Mehr als nur Symbolik
Hinter dem emotionalen Satz steckt zum einen anerkennende Wertschätzung und zum anderen eine klare Geschäftsstrategie. China ist für Mercedes-Benz der wichtigste Einzelmarkt weltweit. In Peking betreibt der Konzern zudem eines seiner modernsten Forschungs- und Entwicklungszentren außerhalb Deutschlands. Källenius verdeutlichte, dass man in China „zuhause“ sei, um die spezifischen Bedürfnisse der dortigen Kunden – insbesondere bei digitalen Features und automatisiertem Fahren – direkt vor Ort bedienen zu können.
Das Bekenntnis wird in Branchenkreisen aber auch als Reaktion auf den massiven Druck durch lokale Elektroauto-Hersteller gewertet werden. Mit der Aussage signalisiert Mercedes Entschlossenheit, den Standort China trotz globaler Handelskonflikte weiter massiv auszubauen.
Das Zukunftsprogramm von Mercedes-Benz heißt China
Gewinn bricht ein. Absatz bricht ein. Marge sinkt in den Keller: Wie kann Mercedes-Benz aus der Misere und der Absatzkrise kommen? Die Antwort, die Mercedes-CEO Ola Källenius darauf hat, heißt China.. „Wir müssen in China erfolgreich sein, um in der Welt noch erfolgreicher zu sein“, lautet seit Monaten das Mantra des Vorstandsvorsitzenden der Mercedes-Benz Group AG. Källenius war ist und bleibt zuversichtlich, dass China als größter Automarkt der Welt großes Potenzial und auch langfristiges Wachstumspotenzial für die Marke Mercedes-Benz habe. Aber nicht nur der wirtschaftliche Erfolg des Sterns ist aus seiner Sicht fest im Reich der Mitte verankert. Wenn Källenius China auf der Auto China 2026 als einen wichtigen Partner für technologische Innovation, Elektrifizierung und Dekarbonisierung bezeichnet, dann wird wieder einmal klar, dass China für das schwäbische Unternehmen längst zur zweiten Heimat geworden ist.
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1 Kommentar
Egide aus belgien
27. April 2026 10:48 (vor 2 Stunden)
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